Unsere Hauptargumente

- was verschwiegen wird -

Wusstest du, dass im Sensebezirk in den letzten 40 Jahren kein einziges Kind wegen Nichtschwimmenkönnens ertrunken ist – trotz fehlendem Bezirksbad?

Kinder unter 16 Jahren sind schweizweit nur in sehr wenigen Fällen betroffen (2024: zwei Fälle, beide in offenen Gewässern).


Lehrplan 21

unverhältnismässige investitionskosten

Der Lehrplan 21 verpflichtet die Schulen, den Kindern grundlegende Schwimmkompetenzen zu vermitteln. Dieser Bildungsauftrag ist wichtig – doch dafür braucht es kein neues, teures Schwimmbad. Bereits heute bestehen in der Region verschiedene Möglichkeiten, den Schwimmunterricht durchzuführen. Diese können weiterhin genutzt oder gezielt ausgebaut werden, ohne dass alle Gemeinden Millionen investieren müssen.

Ein neues regionales Sport- und Freizeitbad ist nicht Voraussetzung, um den Lehrplan zu erfüllen. Vielmehr würde ein Grossprojekt langfristige finanzielle Verpflichtungen schaffen, obwohl pragmatische und kosteneffiziente Alternativen bestehen. Verantwortungsvolle Erwachsene sorgen dafür, dass Kinder schwimmen lernen – aber ebenso dafür, dass öffentliche Mittel sinnvoll eingesetzt werden.

Lebenswichtige Fähigkeiten lassen sich auch ohne ein neues Grossbad vermitteln. Entscheidend ist ein funktionierender Unterricht, nicht ein überdimensioniertes Bauprojekt.

Steuererhöhung

kostenexplosion belastet zukünfitge Generation

Der Sensebezirk braucht keine neuen Millionenprojekte, um sich weiterzuentwickeln. Ein Schwimmbad mag auf den ersten Blick attraktiv wirken, doch es ist weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll. Seit Jahren zeigt sich, dass Grossprojekte wie das Poya‑Bad in Freiburg kaum zu stemmen sind – ein unübersehbares Warnsignal dafür, wie anspruchsvoll und teuer solche Anlagen im Betrieb wirklich sind.

Was jedoch am meisten zu denken geben muss: Ein neues Schwimmbad würde mit hoher Wahrscheinlichkeit Steuererhöhungen auslösen. Die laufenden Kosten verschwinden nicht – sie wachsen. Und diese finanzielle Last würde nicht nur heute spürbar sein, sondern vor allem die kommenden Generationen treffen, die über Jahrzehnte hinweg für ein Projekt bezahlen müssten, das ihnen kaum echten Nutzen bringt.

Es geht also nicht nur um ein Gebäude, sondern um Verantwortung. Um die Frage, ob wir unseren Kindern und Enkelkindern ein stabiles Fundament hinterlassen – oder eine Rechnung, die sie nie bestellt haben.

Der Sensebezirk sollte deshalb auf realistische, tragfähige und kosteneffiziente Lösungen setzen. Regionale Entwicklung entsteht durch kluge, zielgerichtete Investitionen mit echtem Mehrwert – nicht durch ein überdimensioniertes Schwimmbad, das hohe Kosten verursacht und die Zukunft finanziell einengt.

Mantelnutzung

Ablenkung statt direkter nutzen

Die Mantelnutzung löst das Grundproblem nicht: Ein teures Schwimmbad bleibt ein teures Schwimmbad. Zusätzliche Freizeit‑ und Gesundheitsangebote garantieren weder stabile Einnahmen noch eine langfristige Wirtschaftlichkeit – im Gegenteil, sie erhöhen die Komplexität und das Risiko des Gesamtprojekts. Gewerbeflächen und Baurechtszinse mögen gut klingen, doch sie kompensieren die hohen Investitionskosten nicht und schaffen keinen verlässlichen finanziellen Vorteil für die Gemeinden. Ein Projekt dieser Grössenordnung darf nicht auf unsichere Zusatzerträge angewiesen sein, um tragbar zu wirken.

Tourismus

kein schlechtwetter-argument für ein millionenprojekt

Ein teures Schwimmbad als Lösung für fehlende Schlechtwetterangebote zu präsentieren, greift zu kurz: Die touristische Wertschöpfung im Sensebezirk entsteht bereits heute ohne ein Grossbad, und es gibt keine Belege dafür, dass ein neues Schwimmbad Einheimische oder Gäste in relevantem Ausmass im Bezirk halten würde. Hinzu kommt, dass der Standort Plaffeien ungünstig liegt: Er ist für viele Gemeinden des Bezirks schlecht erreichbar und bietet weder die notwendige zentrale Lage noch die Infrastruktur, um ein Grossprojekt effizient zu tragen.

Statt Millionen in ein einzelnes Projekt zu binden, sollten vielfältige, flexible und kosteneffiziente Freizeitangebote gestärkt werden – sie bringen der lokalen Gastronomie und dem Gewerbe deutlich mehr, ohne die Gemeinden finanziell zu überlasten.

Nachhaltigkeit & regionale Wertschöpfung

wasserverschwendung zu einem hohen preis

Gemäss SIA‑Norm 385/9 ist je nach Beckenart eine regelmässige Frischwasserzufuhr erforderlich, um die Wasserqualität sicherzustellen. Der zusätzliche Wasserverbrauch pro Badegast liegt realistisch bei rund 100 Litern pro Person und Tag. Bei einer angenommenen Besucherzahl von 250 Personen täglich ergibt dies etwa 25'000 Liter Frischwasser pro Tag – also jeden Tag der Inhalt eines privaten Pools mit rund 5 Metern Durchmesser.

Das Projekt als nachhaltig darzustellen, verkennt die Realität: Ein energieintensives Schwimmbad mit massivem Wasserverbrauch sowie hohen Betriebs‑ und Unterhaltskosten ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig. Auch die versprochene regionale Wertschöpfung rechtfertigt die Millioneninvestition nicht – kurzfristige Aufträge ersetzen keine langfristige finanzielle Belastung für alle Gemeinden.

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen und Mittel dort einzusetzen, wo sie den grössten Nutzen bringen – nicht in ein Grossprojekt, das dauerhaft hohe Kosten verursacht, enorme Mengen an Energie und Wasser verschlingt und nur begrenzten Mehrwert bietet.

Verkehr ohne Schwimmbad

eigene infrastruktur nicht um jeden preis

Ein modernes Busdepot ist sinnvoll – aber dafür braucht es kein teures Schwimmbadprojekt als Vorwand. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist eine eigenständige Aufgabe der TPF und darf nicht an ein Millionenbad gekoppelt werden. Verkehrsinfrastruktur muss dort geplant werden, wo sie wirklich gebraucht wird, und nicht als Begründung dienen, um ein finanziell riskantes Grossprojekt attraktiver erscheinen zu lassen.

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